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Bibliothekartag 2011 – 4. Tag

Vorab: Entschuldigt bitte den späten Bericht, aber nach der Tagung hatte ich noch weitere Termine und die haushaltlichen Pflichten, die währenddessen ruhen mussten, wollten dringend nachgeholt werden. Und nun genug der rechtfertigungen, hier der Bericht:

Der letzte Tag war kurz. Er ging nur bis um 12 Uhr. Zumindest auf dem Bibliothekartag. Und nur für mich. Ich hab nämlich entgegen meinem Plan die Abschlussveranstaltung sausen lassen 🙂

Aber jetzt mal ganz von Anfang an: Am Morgen war es seeehr schwer für mich, aufzustehen. Das wiederum sagte mir, dass es wohl eher ungünstig ist, mitten in der Woche erst um 2 Uhr früh ins Bett zu gehen. Prompt verpasste ich meinen Bus und damit auch die ersten 5 Minuten der Session zum Thema „Jugendliche erreichen im Zeitalter des Web 2.0“, das einzige Thema, was an diesem Morgen für mich einigermaßen interessant war. Für den AnschlussAbschluss dachte ich mir, dass eine Diskussion mit der Internet-Enquete-Kommision des Deutschen Bundestages bestimmt ganz lustig sei. Ich war 20 Minuten vor Beginn im Saal, der sich recht schnell füllte. Da ich aber durch die Erfahrungen der letzten Tage genug von überfüllten Räumen hatte und ein Mittagessen mit neuen Bekannten per Twitter lockte, entschied ich mich schnell für letzteres um. Im Nachhinein entwickelte sich daraus sogar ein noch größerer Mehrwert, als es auf den ersten Blick schien. Ich wurde gefragt, ob ich nicht auch nach dem Mittagessen noch mit zum frei<tag> im IBI der HU mitkommen will. Natürlich sagte ich zu, ich nutze ja gerne jede Gelegenheit um dazu zu lernen. Dort war ich in einer Session mit dem Thema „Bildung eines Netzwerkes für Berufseinsteiger im bibliothekarischem Bereich“ und in einer zum Thema „Beeinflussung durch Nutzer bei der Entwicklungen im bibliothekarischem Bereich“. Der Abschlussveranstaltung konnte ich leider nicht mehr beiwohnen, da ich zum Training musste. Ich hatte gerade mal Zeit, mich noch schnell von Dörte zu verabschieden und ihr eine gute Heimfahrt zu wünschen.

Mein persönliches Fazit von vier Tagen auf meinem ersten Deutschen Bibliothekartag:

Es war lustig, anstrengend und sehr informativ. Ich habe viele neue Gesichter kennengelernt und andere im Geiste zu Twitteraccounts und Blogs ergänzt. Außerdem habe ich wieder an der Zuversicht gewonnen, dass mein Job aus mehr besteht als nur an der Entscheidung, welches Katalogisierungsfeld welchen Indikator und welches Unterfeld benötigt. Leider reifte in mir auch die Erkenntnis, dass wir FaMIs und auch Studenten oder Leute, die gerade aus dem Studium ins Berufsleben gestartet sind, nicht wirklich ernst genommen werden. Und wenn doch, dann nur in Ausnahmefällen. Vielleicht und hoffentlich wird sich das in den nächsten Jahren ändern.

Hier gibt es die Twitter-Statistiken zum Hashtag #bibtag11 (Ich habe übrigens 72 Tweets mit diesem Hashtag abgeschickt).

Und noch eine kleine Anekdote hinterher:

Ich habe heute endlich wieder mit meiner Mutter telefoniert (das letzte Mal war am Dienstag, was für uns schon lange ist). Sie meinte, sie hätte sich bereits Sorgen gemacht und gedacht, dass sie irgendwas falsch gemacht hätte. Aber dann hätte sie auf meinen Blog geschaut, zu dem sie einen Link bei Facebook gesehen hätte und dann wusste sie, dass es mir gut geht und das ich einfach nur die ganze Zeit unterwegs was und ein Mega-Schlafdefizit hatte.

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