Posts Tagged ‘ privat ’

Für mehr als nur um Buchstaben festzuhalten…

…kann man Papier benutzen.

Ich hab das Papercraften wieder entdeckt, nachdem es vor 1 1/2 Jahren in den Tiefen meins Gedächtnisses verschwunden war.

Eigentlich ist das was für Tage, an denen man nicht raus gehen möchte, also für die Meisten ist das im Winter oder Herbst.  Für mich befinden sich diese Tage aber meist im Sommer, da ich mit der Wärme nicht so gut kann.

Papercraften ist das Basteln von kleinen Figuren aus Papier. Faszinierenderweise funktioniert das i. d. R. ohne einen Tropfen Kleber. Möchte man aber sichergehen, dass die Figuren nicht beim nächsten Absturz dank eines Windzuges  sofort wieder auseinanderfallen, kann man hier und da etwas mit Klebstoff nachhelfen. Was man unbedingt braucht sind ein Drucker und ein Cutter- oder Bastelmesser und für den, der damit besser um kann auch eine Schere. Man kann entweder vordesignte Figuren nehmen oder man nimmt Blankoschablonen und gestaltet diese selbst. Wer ganz pfiffig ist, kann auch die Schnittmuster umändern oder erweitern, um besondere Formen herauszubekommen.

Ich hab mal meine Papercraft-Quellen zusammengestellt:

http://paperkraft.blogspot.de/

http://www.harlancore.com/boxpunx/

http://www.cubeecraft.com/

Gerade bei Cubecraft findet man viele bekannte Figuren wie zum Beispiel Peyton Manning, Ramona Flowers, Darth Vader oder Captain America.

Boxpunx wird von einem einzelnen Menschen betrieben, der sich 95% der Designs selbst ausgedacht hat, was dem ganzen einen eigenen Punk- und Graffitti-Charakter verleiht. Zudem lässt der Künstler seine Figuren gerne die Zunge raus strecken 🙂

Hinter dem Papercraft-Blog verbirgt sich eher ein Sammelsorium von Crafts von verschiedenen Bastlern.

Ich hoffe, ihr schaut euch das ganze mal an.

Wie ich die Zukunft meines Sports sehe…

Wer aufmerksam meine Personenbeschreibung gelesen hat, weiß dass ich Football spiele. Damenfootball. Ja, das gibt’s!

Ich möchte euch diesbezüglich gerne etwas re-posten, da ich finde, dass es hier auch super reinpasst.

In einem der Football-Foren wurde ein Thread mit folgender Frage begonnen:

Hi,ich hab mal ne Frage. Glaubt ihr, dass sich Frauenfootball irgendwann genauso etablieren wird wie zum Beispiel Frauenfußball? Ich hab damals viele Werbespots der Fußballerfrauen gesehen im Internet und im Fernsehen. Kennt ihr solche Aktionen oder Clips auch von den Football-Damen? Ich denke da müsste noch mehr kommen bzgl Werbung und Aufmerksamkeit für den Frauenfootball

Es hat ja auch lange gedauert, bis der Frauenfußball akzeptiert wurde. Was meint ihr?

Ich habe mich daraufhin im Forum angemeldet und geantwortet:
Vielleicht. Irgendwann. Aber noch sind wir weit davon entfernt.
Die Teams müssen sich im Moment noch immer darauf konzentrieren, genügend Spielerinnen zusammen zu bekommen. Wenn man sich jedes Jahr erneut die Frage stellen muss, in welcher Liga und ob man überhaupt melden kann, auch bei den Teams, die vielleicht eine höhere Bevölkerungszahl im Einzugsgebiet haben, kann man sich nicht in Ruhe mit der Außenwirkung befassen. Vor allem, wenn man nicht die entsprechende Personalstärke im Hintergrund hat. Die Spielerinnen müssen das Meiste rund um ihr Team selbst organisieren, egal wie groß oder erfolgreich der Rest des Vereins ist.Alle die ich kenne, versuchen in ihrem Bekannten-/Verwandtenkreis Werbung für das eigene Team und den Sport im Allgemeinen zu machen. Oft hab ich zu hören bekommen, dass die Meisten gar nicht wussten, dass es den Sport auch für Frauen gibt. Und von den Männern haben sie auch nur bestenfalls mal etwas gehört. Ich bin ja schon froh, dass ich ab und zu Werbung für Männerspiele der GFL oder GFL 2 im Radio höre.
Sponsoren lassen sich natürlich auch schwer finden, wir sind Exoten im Sport. Zudem wir teilen uns die Gier nach der Aufmerksamkeit der Gesellschaft mit anderen Exoten, wie den Eishockey-Frauen, den Baseballern oder den Lacrossefrauen und -männern. Und ich finde, alle haben gleichermaßen die Aufmerksamkeit verdient.

Fußball hatte es verhältnismäßig recht einfach, sich zum Volkssport in Europa/Deutschland zu mausern. Man braucht ledeglich einen Ball um zu spielen. Football hingegen benötigt, um das Spiel komplett auszukosten, schon eine ziemlich teure Ausrüstung. Natürlich wissen wir, dass es auch anders geht. Aber bring das mal der breiten Masse bei. Das und die Regeln. Wenn die wenigsten Menschen schon die Abseitsregel nicht verstehen, wie wird es dann erst mit dem 138 Seiten starken Regelwerk, dem nochmals fast 100 Seiten Regelinterpretationen anhängen? Die Menschen sind faul, ich nehme mich da nicht aus. Von alleine wird sich die Mehrheit kein Spiel anschauen, wenn niemand daneben sitzt und es ihnen erklärt.

Unterm Strich sind wir abhängig vom Männerbereich. Er ist einfach stärker vertreten in Deutschland. Und erst wenn die größeren Männervereine richtig bekannt sind, kann man hoffen, dass sie etwas Geld für die Promotion ihrer Frauenteams fließen lassen. Das wird ein richtiger K(r)ampf werden, das verspreche ich euch. Und bei solchen Prestige-Aktionen können dann nur die anderen Frauen-Teams auf Windschatten hoffen, der ihnen dann neue Mitglieder, Fans und Sponsoren beschafft.
Aber das ist Zukunftsmusik.
Im hier und jetzt sind wir trotzdem dankbar für jeden Gönner und Helfer, egal ob er uns Geld bringt oder Arbeitskraft.

Und wir werden alles, was den Frauenfootball vorwärts treibt und vielleicht bekannter macht, so weit wie möglich im Netz verteilen und darauf hoffen, dass die richtigen Leute es sehen.
Eventuell werden wir noch Zeugen der Früchte unserer Netwerkarbeit. Ich glaube aber nicht wirklich dran. Trotzdem werde ich weitermachen. Weil ich den Sport liebe und so viele Menschen wie möglich mit dem Football-Virus infizieren will oder ihnen zumindest eine Floh ins Ohr setzen möchte, auf dass sie gegenüber anderen sagen können, dass sie etwas ganz außergewöhnliches kennen.

Freitags Füller

1. Meine Nachbarn wechseln ständig (nicht nur durch meinen eigenen Umzug).

2.  Mein Leben war ein Fehlkauf.

3. Es hört sich vielleicht komisch an, aber eine neue Matratze lässt mich alles Leid der letzten Zeit vergessen.

4.  Eine Verletzung ist eine zuviel.

5. Ich habe immer gedacht, ich wäre aus meinen Fehlern schlauer geworden, aber das war eine Fehleinschätzung.

6. juliensblog finde ich total witzig.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich nichts geplant und Sonntag möchte ich vielleicht abwaschen!

Vielen Dank an scrap.impulse für diese coole Idee!

Menschen und Typen im Zug

Weihnachten. Die angeblich schönste Zeit des Jahres. Für mich nicht unbedingt. Ich sehe meine Eltern und bekomme Geschenke, das ist gut. Ich muss nach Hamburg fahren und Geschenke für andere kaufen, das ist eher weniger gut. Und ich muss Menschen, die mir viel bedeuten, in Berlin zurück lassen, das ist gar nicht gut.

Nun ja, jetzt sitze ich hier im Zug und beobachte die Menschen. Draußen sieht’s aus wie immer, wenn ich fahre. Leider gibt es dieses Jahr keine winterlichen Schneelandschaften, zumindest noch nicht. Es ist sogar etwas neblig, also sieht man noch weniger.
Aber zurück zu den Menschen. Mein Abteil ist voll. Der ganze Zug ist voll. Eigentlich zu voll. Aber das habe ich erwartet und mir wie immer eine Platzreservierung gegönnt. Und wer teilt sich mit mir das Abteil? Ganz unterschiedliche Menschen sitzen hier und grübeln, warum die Zugbegleiterin eben eine Durchsage gemacht hat, bei der sie nach jemanden fragte, der vietnamesisch spricht.
Zum einen haben wir die beiden jungen Männer, die einmal quer durch Deutschland fahren. Der eine ist Inder, liest die ganze Zeit und unterhält sich nur ab und zu auf Englisch mit seinem Mitreisenden, der gebürtiger Deutscher zu sein scheint, den man aber um sein perfektes Englisch nur beneiden kann. Beide sind sehr nett und höflich.
Mir gegenüber sitzt die Dame in den Vierzigern, die sich aber noch wesentlich jünger fühlt, weswegen sie alle, die jünger aussehen als sie, automatisch mit „du“ anspricht. Sie hat sich keine Beschäftigung für die Fahrt mitgebracht und vergreift sich daher an der herumliegenden Zeitung.
Die ältere Dame, die ebenfalls im Abteil sitzt, hat ebenfalls nichts dabei, ist aber auch nicht gewillt, sich an der Zeitungsfledderei zu beteiligen. Muss sie auch nicht, sie steigt eh als erste wieder aus.
Und dann gibt es noch ihn. Er ist auf gut Glück in den Zug gestiegen, hat keine Reservierung. Er ist stark übergewichtig und als er die c’t herausholte, schrie in mir eine Stimme „Nooooooiiiiinnn!“.
Und ich? Ich bin die, die sich bei Zugfahrten nicht nur mit einer Sache bei Laune halten kann. Ich lese und höre nebenbei Musik. Wenn ich nicht mehr lesen mag, höre ich nur Musik. Manchmal schlafe ich, schaue einen Film oder blogge. Ab und zu gibt es ein Lebenszeichen via Twitter. Aber nur eine Sache, dass kann ich nicht. Meinesgleichen treffe ich nur selten, bisher hatte ich noch nie das Glück. Schade eigentlich, wir hätten bestimmt viele Gesprächsthemen.