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Geht’s noch? (eine Facebook-/Bibliotheksstory)

Ich bin heute fast vom Stuhl gefallen als ich die Story mitbekommen habe. Anscheinend hat eine Kollegin von mir eine studentische Hilfskraft angewiesen, über ihren persönlichen Facebookaccount eine Nutzerin zu kontaktieren, die etwas in der Bibliothek vergessen hatte. Diese hatte keine Mail-Adresse angegeben und anscheinend war der postalische Weg der Kollegin zu langwierig. Die betreffende studentische Hilfskraft war anscheinend genauso wenig begeistert von dieser Idee wie ich, zumindest konnte man das zwischen den Zeilen bei der Bemerkung in der Fundliste lesen. Ich verstehe sie auch vollkommen. Meine momentane Heimatbibliothek (für zwei Tage die Woche) hat keinen Facebookauftritt, somit ist für mich der Kontaktweg „Facebook“ zumindest aus institutioneller Sicht nicht existent. Das dann ein Angestellter, egal ob studentische Hilfskraft oder Festangestellter, seinen privaten Account entgegen dem eigenen Willen für dienstliche Belange nutzen soll nur weil ein Vorgesetzter es anweist, finde ich eine Frechheit. Ich sehe darin eindeutig eine Überschreitung der Kompetenzen, egal ob Chef oder auch nur anleitender Angestellter. Leider kann ich die betreffende Kollegin im Moment nicht zur Rede stellen, da sie im Urlaub ist. Und das würde ich echt gerne tun, auch wenn ich mich eigentlich ganz gut mit ihr verstehe, auch privat.

Bibliothekartag 2011 – 3. Tag

Der heutige Tag stand für mich ganz im Zeichen der Öffentlichkeitsarbeit von und für Bibliotheken. Ich besuchte verschiedenste Sessions mit den Themen Marketing, mobile Bibliothekskataloge und Bibliotheksapps, Facebook- und Twitteraccounts.

Leider war wieder einmal zu merken, dass die Organistaion einige Themen unter- und andere überschätzt hatte. Weniger Leute als erwartet wollten wissen, wie das Bibliothekskatalogsystem Primo aufgebaut ist und unerwartet viele Bibliotheksangestellte wollten sich in Sachen Facebook weiterbilden und sich Erfahrungsberichte anhören.

Auf Wunsch einer ehemaligen Mitauszubildenden habe ich mir heute auch die Förderpreisverleihung des Bibliotheksausstatters Lenk angesehen, bei der sie einen Preis als beste Auzubildende bekommen hat. Lustigerweise haben wir im Vorfeld darüber gescherzt, dass sie wohl eine Stehlampe  bekommen wird. Was wir nicht ahnten: es war auch so.

Zwischen den ganzen Sessions heute habe ich es auch mal kurz geschafft, mir ei, zwei Ausstellerstände anzusehen und bin dabei sogar auf die viel gelobten Schoko-Messer von Citavi gestoßen.

Mein persönliches Highlight wahrscheinlich von der ganzen Veranstaltung war ein recht spontanes Event nach der Convention. Mitten am Vormittag hatte Bodo folgenden Tweet abgesetzt: „Wer kommt heute Abend mit ins Computerspielmuseum, Treffen um 18:15 am Eingang zum Estrel-Biergarten! Bitte RT! #bibtag11„. Dank des Hashtags landete der Tweet mitten auf den dazu angelegten Tweetwalls und es fanden sich tatsächlich insgesamt sieben Leutchen, die mitkamen. Ich wollte dort eh schon immer mal hin und zudem konnte ich direkt die Gelegenheit nutzen, ein paar Kollegen kennen zu lernen, wie zum Beispiel Marlene und Constanze.

    

Im Museum konnten Bodo und ich es uns nicht verkneifen, auch die berühmte Painstation auszuprobieren.

Sie hat übrigens ihren Namen echt verdient.

Anschließend sind wir noch zu einem Inder in Kreuzberg gefahren, wo wir nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten mit dem Personal auch endlich unser Essen und Trinken bekamen, uns besser kennenlernten und fachlich austauschen konnten.

Es war wirklich ein toller Abend.