Posts Tagged ‘ Genörgel ’

Mal so aus persönlichen Gründen und in eigener Sache…

… ach, was rechtfertige ich mich eigentlich?
Ist doch mein Blog, mein Space, hier kann ich machen, was ich will.

Deswegen berichte ich nun kurz über ein Gewinnspiel der Herrschaften von Stereopoly, die gerade zusammen mit 1&1 zusammen ein Samsung Galaxy S3 raus hauen. Und das Teil hätte ich gerne.
Momentan habe ich ein HTC Mozart, das unter Windows Phone 7 bzw. 7.5 läuft. Aufgrund der geringen App-Dichte im Gegensatz zu Android oder iOS und der Probleme mit dem Lockscreen aufgrund fehlerhafter Sofware, bin ich ziemlich unzufrieden und erhoffe mit von einem Android-Phone mehr Spaß. Und, dass ich das Phone nicht 2 Mal hintereinander umtauschen muss.

Der im Gewinnspiel-Artikel erwähnte 1&1-Vertrag klingt interessant, aber ich bin noch an meinen Telekomvertrag gebunden.

Hier haben wir den Link zum Artikel, falls er euch interessiert:
http://www.stereopoly.de/neue-11-all-net-flat-tarife-verlosung-samsung-galaxy-s3/

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Immer dieser BIB…

Die Story geht weiter.

Der BIB lässt sich nicht von seinem Weg abbringen. Gut, sollen sie machen.

Hier gehts zur offiziellen Erklärung des BIB Vorstandes zu bibliojobs. Besonders prägnant fand ich folgenden Abschnitt:

Damit ist die Diskussion keineswegs beendet: Sie muss weiterhin geführt werden – in Bezug auf die Auswertung der bibliojobs-Quellen, aber auch grundsätzlich zu der Frage, welche praktische Solidarität die BIB-Mitglieder gegenüber jenen leisten wollen und können, die sich der berufsständischen Organisation und Solidarität verweigern.

Alter, der BIB erhebt mich gerade zum Superschurken, oder was? Na dann werde ich versuchen, diese Einordnung mit stolz geschwellter Brust in Zukunft aufrecht zu erhalten! Cookie gefällig?

Ok, das war jetzt etwas überspitzt.

Aber mal ehrlich, der BIB hat mich damit zum Schmarotzer erklärt und ich finde das ist eine Frechheit. Klar, ich stehe dazu, dass ich nichts für die Dienste des BIBs zahle. Dennoch nutze ich sie nur, weil sie da sind. Wenn sie für mich und andere nicht mehr verfügbar sind, gibt es andere Mittel und Wege, sie in ähnlicher Form zu organisieren und wir werden diese finden und nutzen.

Lustig finde ich auch die Dramatisierung, dass jeder, der nicht im BIB ist, gegen einen Austausch untereinander in dieser Berufsrichtung wäre…

„Ach, du arbeitest auch in einer Bibliothek? Dann möchte ich mich nicht mit dir über den Job unterhalten, ich bin ja kein BIB-Mitglied!“

Naja, denkt euch dazu euren Teil. Andere haben es auch getan:

Infobib: Bibliojobs: Eine Erklärung und eine Alternative

bibliotheksratte/bibliothekarisch.de: Offener Brief an den BIB bezüglich bibliojobs

bibliojobs und BIB

Viele, die im und um Bibliotheken tätig sind, haben sicherlich in den letzten Tagen das Raunen, das durch die Bibliothekswelt ging, mitbekommen.

Ich spreche von der Ankündigung des BIB (Berufsverband Information Bibliothek e.V.), die Seite bibliojobs (Redaktionell erstellte, tabellarische Darstellung aktueller Stellenangebote im Bibliotheksbereich. Die Angebote werden nach Ende der Bewerbungsfrist gelöscht. Vor drei Jahren hat der BIB den Dienst von einer Privatperson übernommen)  ab dem 16.7. nur noch für zahlende Mitglieder zugänglich zu machen. Das würde für mich 50€ zusätzliche Kosten im Jahr bedeuten. Viele wollten mir schon die Mitgliedschaft in dem Verein schmackhaft machen. Ich könne mich, wenn ich Probleme im Job hätte, an den BIB wenden, der helfe mir schon weiter. Ich kann Gremien anrufen oder selber in welchen mitwirken und es werden doch so viele Fortbildungen von den Landesgruppen angeboten… und viele neue Leute kann ich so auch kennenlernen.  Die vielen tollen Publikationen, auf die man Zugriff hat, nicht zu vergessen.

Nö.

Für Gremien oder Fortbildungen habe ich keine Zeit, ich habe ein Hobby, dass mich übers Jahr schon ganz schön auf Trab hält. Wenn ich im Job Probleme habe, geh ich zu meinen Vorgesetzten und bespreche das mit denen und wir finden gemeinsam eine Lösung. Leute habe ich auf anderen Wegen schon kennengelernt, wozu gibt es Facebook, Twitter und natürlich Blogs?! Und Ich schaffe es noch nicht einmal Zeitschriften zu Ende zu lesen, bei denen es nur so von Themen wimmelt, die mich interessieren. Wie soll es da erst mit welchen werden, die langweilig für mich sind?

Auch finde ich das Argument, dass man ja dann unterm Strich günstiger auf den Bibliothekartag kommt, recht wackelig. Denn es setzt voraus, dass ich jedes Jahr hingehe. Vielleicht hab ich aber nächstes Jahr gar keinen Bock? Dann hab ich 50€ in den Wind geschossen.

Meiner Meinung nach schießt sich der BIB gerade selbst einen Pfeil ins Knie. Klar wird es jetzt den ein oder anderen geben, der jetzt seine Beitrittserklärung fertig macht. Aber wahrscheinlich wird sich das mit den Austrittserklärungen die Waage halten. Ich hoffe nur, dass ein paar Leute mit Kontakten den BIB wirklich noch umstimmen können.

Hier ein paar Blogstimmen dazu:

Archivalia

Kribiblio

Netbib Weblog

Ultrá Biblioteka

 

Nachtrag:

Die diskutierenden Stimmen bei Infobib (danke an Edlef für den Hinweis) hab ich doch glatt übersehen.

Kommentar: Einsturzgefahr in der Stadtbibliothek Schwerin

In der Stadtbibliothek Schwerin ist die Not groß: es herrscht Einsturzgefahr, drei Viertel des Bestandes müssen umgelagert werden, das eigene Haus bietet daür keine Kapazitäten, die Nutzer sind verärgert.

Die Politischen Machtspielchen in der Stadtregierung werden zum Leidwesen der Mitarbeiter und Nutzer auf dem Rücken der Stadtbibliothek ausgetragen…. Schade. Zudem sagt die OB, dass das neue Konzept für die Bibliothek für 10.000€ ausgearbeitet werden soll. Der Hauptausschuss erwidert: „Ein solches Konzept kann auch von der Bibliotheksleiterin erarbeitet werden“ Ich sage: Leute, ihr habt qualifiziertes Personal bereits im Haus, nutzt das auch Mal!

Ich habe dort meine Liebe zu meinem Beruf entdeckt. Ich möchte nicht, dass die Bibliothek zugrunde geht.

 

http://www.svz.de/nachrichten/home/top-thema/article/1715/alarm-in-bibliothek-einsturzgefahr.html

Kommentar: Teilnehmerbefragung zum Bibliothekartag

Die Organisation des Bibliothekartages (BIB und VDB) hat die Bibliothekartagsteilnehmer um ein Feedback zur Tagung gebeten. Neben einem Wertesystem konnte man ganz am Ende, wie so oft üblich, einen kleinen eigenen Text verfassen, was man selbst noch an Verbesserungsvorschlägen hat.

Hier ist meiner:

Die Firmenvertreter sollten sich mehr um Kunden bemühen und auf sie zugehen. Nur weil ich aussehe wie ein Student, bin ich noch längst keiner. Und auch FaMIs können Entscheidungsgewalten in Bibliotheken haben oder zumindest Anschaffungsentscheidungen begünstigen. Ich fühle mich einfach generell als FaMI auf dem Bibliothekartag nicht angenommen. Schade, denn der Bibliotheksbranche fehlt dadurch auf solchen Tagungen der frische Wind. Es gibt zwar vereinzelt Vertreter der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts, aber die werden eher als Alien behandelt. Dadurch wirkt es, als ob die restlichen Teilnehmer, bitte verzeihen Sie mir die Ausdrucksweise, einen ziemlich großen Stock im Arsch haben. Ich habe viele KollegInnen, die gerne von mir lernen, so wie ich gerne von ihnen lerne. Aber aus den oben genannten Gründen besuchen sie solche Tagungen nicht, auch wenn sie studierte Bibliothekare der alten Schule sind.
Zudem sollten Sie ihre Preispolitik überdenken. Auch der höhere Dienst hat immer mehr Ab- und Ausgaben. Finanzieren Sie sich lieber über die Masse. Das macht die ganze Veranstaltung auch sympathischer und senkt den Altersdurchschnitt.
Im Moment verschrecken Sie vor Allem die „Jugend“ in der Branche und irgendwann verliert die ältere Generation dadurch den Anschluss. Die Welt dreht sich weiter, egal an welchen antiquierten Werten sie festhalten.

 

feindliche Übernahme (nicht)

Mit dem Begriff der „feindlichen Übernahme“ bezeichnen in der Regel Manager eines Unternehmens die Handlung eines Investors, der beabsichtigt, dieses Unternehmen zu kaufen, und sich zu diesem Zweck direkt an die Eigentümer des Unternehmens (in der Regel mit einem öffentlichen Übernahmeangebot) wendet, ohne vorher die Einwilligung des Übernahmekandidaten eingeholt zu haben.

Quelle: Wikipedia

Als Aussenstehender würde man die Migration des Biblithekssystems der Freien Universität Berlin in den Bayerischen Bibliotheksverbund (BVB) als eine feindliche Übernahme betrachten. Als Interner aber weiß man: die Aktion hat die FU angezettelt. Besagte schrie nähmlich ganz laut „JA, NIMM MICH!“ und tat es damit der HU, der TU und der UdK gleich. Und damit haben die sich jetzt so richtig in den Hintern gebissen.

Sämtliche akribische Katalogisierungsarbeit, bei der man einen Anschiss bekommen hat, wenn man für eine Ausgabe des Buches mit anderem Verlag keine extra Titelaufnahme anlegt, ist für den Ars**. Die FU gliedert sich in den BVB ein und hat sich damit zu unterwerfen. Der Dublettencheck (Dubletten = doppelte Titelaufnahmen) erfolgt nach der BV-Nummer, die sich automatisch einspielt, wenn man aus dem BVB eine Fremddatenübernahme macht. Ist diese Nummer im Katalogisat der FU vorhanden, werden die daran hängenden Exemplare an das ursprüngliche Katalogisat im Bayerischen Verbund gehängt. Und da ist das Problem. Die Bayern können kaum vernünftige Titelaufnahmen anlegen. Sie schiessen sich selbst manchmal bis zu drei Dubletten, machen die Aufnahmen nicht regelkonform oder absolut unvollständig.  Die Katalogisierer der FU korrigieren diese dann bei der Fremddatenübernahme massiv und im Endeffekt ist doch wieder die Aufnahme aus Bayern dominierend und die ganze Arbeit in Berlin war umsonst. Klar, man kann jetzt sagen: „Dann lösch doch einfach die BV-Nummer, dann kann man den Originalsatz im BVB nicht finden!“ Das stimmt auch. Aber der Dublettencheck läuft auch über ein paar andere Felder in der Titelaufnahme. Stimmen diese Kategoriefelder überein, wird der FU-Satz wieder gelöscht und die Exemplare an die bayerische Aufnahme angehängt. Und das sind nicht viele Felder, die als Kriterien herangezogen werden. Es handelt sich lediglich um das bereits erwähnt Feld für die BV-Nummer, das Verfasserfeld, der Titel, das Erscheinungsjahr und der Verlag. Fünf Felder aus wie vielen? 50? 100? Fünf Felder sind einfach kein Maßstab! Aber das kapieren die Leute, die das organisieren wohl nicht. Denen ist nur wichtig, dass alles schnell über die Bühne geht. Vieles, was die Angestellten und Beamten der FU in ihrer Ausbildung über die Katalogisierung gelernt haben, ist überflüssig, wenn in ein paar Monaten die Migration vollzogen ist. Die RAK (Regeln für die Alphabetische Katalogisierung) sind dann auch nur noch Nebensache, wenn man sich die bisherigen Aufnahmen der Bayern anschaut. Ich bin ja fast vom Glauben abgefallen, als ich hörte, dass dann auch die Funktionsbezeichnung des Verfasserfeldes wegfällt. Ob da nun ein Herausgeber oder ein Übersetzer steht, ist dann nicht mehr am Katalogisat und für den Benutzer ersichtlich.

Aber von diesen fachlichen Sachen mal abgesehen, hält es die UB-Leitung mit de Informationspolitik wie die große Schwester, die Landes- und Bundespolitik: Die Untergebenen so wenig wie möglich wissen lassen, um Proteste zu vermeiden.

Die Beschäftigten der UB (Universitätsbibliothek) wissen schon seit Monaten über die oben beschriebenen Änderungen bescheid, die Leiter der Katalogisierungsabteilungen der Fachbereichsbibliotheken werden nur nach und nach und auch nur in beschiedenem Umfang davon in Kenntnis gesetzt. So können diese nicht wirklich mitdiskutieren und stehen am Ende vor vollendeten Tatsachen.

Gespannt können wir also darauf warten, dass sich das Bibliothekssystem der FU Berlin in diesem Frühjahr in den BVB intergiert und ob dann die Fachbereichsbibliotheken endlich den Aufstand proben.