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BID-Kongress 2013 Tag 3

Nachdem ich den Artikel von gestern nachgeholt hatte, führte mich mein Weg vom Hotel aus entgegen der Richtung zur Messe. Ich wollte mich etwas in der Stadt umsehen, wofür ich dann unterm Strich auch ganze unglaubliche 20 Minuten Zeit hatte. Dann musste ich auch schon zur Messe, da ich gegen Mittag den Vortrag zu Academic Libraries in der Türkei auf dem Programm hatte. Dort erfuhr ich einige interessante Sachen, unter anderem dass es Universitäten erst seit 1933 in der Türkei gibt und diese ein recht steiles Budgetgefälle für ihre Bibliotheken haben. Zudem gibt es inzwischen fast so viele private wie staatliche Unis. Weder die einen noch die anderen arbeiten mit der Nationalbibliothek zusammen. Und so etwas wie Standards gibt es nicht.

In der nächsten Session ging es um die Bibliotheksverbünde bzw. was diese sich so für die Zukunft ausgedacht haben und planen oder sogar schon testen. Wie zum Beispiel die Fernleihe für E-Medien über die ZDB. Das System befindet sich noch in der Testphase und dabei werden Ausdrucke von E-Medienwie ein Fernleihaufsatz an die Nutzer weitergereicht. Weitere hörenswerte Beiträge waren die zur „Zukunft der Verbunddatenbanken im Kontext der DFG-Ausschreibung zur Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“. Klar herauszuhören war hier, dass alle Verbünde eine gemeinsame Standardisierung und Sammlung von Daten wollen. Die Frage ist halt nur, ob alle zusammen an einem Strang ziehen können.

Danach ging es weiter mit einer Session, die sich um die Kommunikation mit den Nutzern drehte. Angenehmerweise kamen hier WBs zu Wort, was ja nicht so oft bei diesem Thema der Fall ist. Vorgestellt wurden unter anderem die an die Bedürfnisse der Nutzer angepasste Website der UB Oldenburg und das Auskunftssystem EconDesk, welches die Verständigung der Bibliothek mit den Nutzern auf unterschiedlichste Weise möglich macht, zum Beispiel Chat oder SMS und leicht auf anderen Webseiten eingebunden werden kann. EconDesk gehört mit zu dem strategischen Social-Media-Konzept der ZBW, welchem noch ein Einzelvortrag gewidmet wurde.

Zum Abschluss des Tages habe ich mir (auch aus Solidaritätsgründen) die Vorstellung von „games4kalk“ aus Köln angehört und -gesehen. Fand ich echt super, die Mühe muss man sich erst einmal machen. Nicht jeder würde in einen Stadtteil mit hohem Anteil an Bürgern mit Migrationsanteil einfach so Spielekonsolen in die Bibliothek stellen. Und auch die ganze Arbeit drumherum, neue Möbel, extra geschulte Mitarbeiter etc. … wirklich cool!

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