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District 9

Heute war ich mit einer guten Freundin shoppen. Eigentlich wollten wir für sie eine Schreibtischlampe kaufen und haben dies ganz naiv in einem Media Markt versucht. Im Endeffekt haben wir je 5-6 DVDs gekauft anstatt der Lampe, es gab nämlich keine Lampen in dem Elektrofachgeschäft.

Heute Abend dann wollte ich dann unbedingt einen der Filme gucken, es sollte ein nicht zu anspruchsvoller sein, bei dem ich nebenbei Wäsche abhängen und zusammenlegen konnte. Meine Wahl fiel auf „District 9“, ein Film, den  ich nicht im Kino geschaut habe wie so viele andere Filme, die es wahrscheinlich genauso verdient hätten. Mich hat aber der Trailer fasziniert, und so kam der Film damals auf meine Liste der Filme, die ich noch zu schauen habe.

Heute (ich mag das Wort) war es so weit, ich schob die DVD in den DVD-Player. Zum Inhalt: Es geht darum, das Aliens vor nunmehr zwei Jahrzehnten in Johannnesburg landeten, bzw. ihr Raumschiff schwebt schon so lange über der Stadt, die Aliens selbst wurden von den Menschen aus dem Schiff befreit und in den extra für sie errichteten Slum „District 9“ verfrachtet. Nun sollen sie umgesiedelt werden in den neu geschaffenen, besser bewachten und abgeriegelten „District 10“ (im Laufe des Films auch mal als Konzentrationslager bezeichnet). Dies wird durchgeführt durch die Organisation MNU, genauer wird der Angestellte Wikus van de Merwe mit der Leitung dieser Operation betraut. Bei der Zwangsevakuierung des District 9 kommt es zu einem kleinen, unbedeutend scheinenden Zwischenfall. Wikus bekommt eine außerirdische, schwarze Flüssigkeit ab, die sich schon nach kurzer Zeit auf seine Gesundheit auswirkt. Sie bewirkt eine Veränderung seiner DNA, er wird vom Mensch zum Alien. Als er aus dem Forschungslabor der MNU ausbrechen kann, beginnt eine Hetzjagt auf ihn, da er der einzige Noch-Mensch ist, der die außerirdischen Waffen bedienen kann, die nur in Wechselwirkung mit der Alien-DNA funktionieren. Wikus schließt sich mit dem Alien zusammen, der die Flüssigkeit, die Wikus nun so zu schaffen macht, gesammelt hatte und sie konfiszierte. Es stellt sich heraus, das es sich um Treibstoff handelte, der benötigt wird um die Rettungskapsel, die sich vor 20 Jahren vom Mutterschiff löste, wieder in Gang zu bringen. Damit der Alien wieder nach Hause kann und er Wikus hilft wieder ein Mensch zu werden brechen die beiden bei MNU ein und besorgen den Treibstoff.  Daraufhin kommt der Alien unter Umständen und dank seines Sohnes wieder zum Mutterschiff und Wikus bleibt zurück mit dem Versprechen des Aliens, in drei Jahren zurückzukehren und ihm dann zu helfen. Der Film endet mit dem Bild des vollständig verwandelten Wikus, der eine Blume aus Metallschrott für seine Frau bastelt von der er seit Beginn der Verwandlung getrennt ist.

Analyse/Fazit: Ich hab mich mit der Wäsche beeilt, der Film war anspruchsvoller als ich dachte. Er ist sehr ernst und zeigt unter anderem die Arroganz und die Naivität, aber auch die Angst der Menschheit, ihren Platz als dominante Rasse auf der Erde, bzw. in einem bestimmten Gebiet zu verlieren. Er behandelt das Themen Ausländerfeindlichkeit, inspiriert durch jene Ereignisse in District Six, einem Wohnbezirk in Kapstadt, die zu Zeiten der Apartheid stattfanden. Es zeigte sich, dass es kein Fehler war diesen Film zu kaufen, ich werde ihn garantiert wieder schauen. Leute, die sich für jeden Film ein Happy End wünschen oder keine Fantasy Filme mögen, sind mit „District 9“ eindeutig falsch beraten.

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