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Immer dieser BIB…

Die Story geht weiter.

Der BIB lässt sich nicht von seinem Weg abbringen. Gut, sollen sie machen.

Hier gehts zur offiziellen Erklärung des BIB Vorstandes zu bibliojobs. Besonders prägnant fand ich folgenden Abschnitt:

Damit ist die Diskussion keineswegs beendet: Sie muss weiterhin geführt werden – in Bezug auf die Auswertung der bibliojobs-Quellen, aber auch grundsätzlich zu der Frage, welche praktische Solidarität die BIB-Mitglieder gegenüber jenen leisten wollen und können, die sich der berufsständischen Organisation und Solidarität verweigern.

Alter, der BIB erhebt mich gerade zum Superschurken, oder was? Na dann werde ich versuchen, diese Einordnung mit stolz geschwellter Brust in Zukunft aufrecht zu erhalten! Cookie gefällig?

Ok, das war jetzt etwas überspitzt.

Aber mal ehrlich, der BIB hat mich damit zum Schmarotzer erklärt und ich finde das ist eine Frechheit. Klar, ich stehe dazu, dass ich nichts für die Dienste des BIBs zahle. Dennoch nutze ich sie nur, weil sie da sind. Wenn sie für mich und andere nicht mehr verfügbar sind, gibt es andere Mittel und Wege, sie in ähnlicher Form zu organisieren und wir werden diese finden und nutzen.

Lustig finde ich auch die Dramatisierung, dass jeder, der nicht im BIB ist, gegen einen Austausch untereinander in dieser Berufsrichtung wäre…

„Ach, du arbeitest auch in einer Bibliothek? Dann möchte ich mich nicht mit dir über den Job unterhalten, ich bin ja kein BIB-Mitglied!“

Naja, denkt euch dazu euren Teil. Andere haben es auch getan:

Infobib: Bibliojobs: Eine Erklärung und eine Alternative

bibliotheksratte/bibliothekarisch.de: Offener Brief an den BIB bezüglich bibliojobs

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bibliojobs und BIB

Viele, die im und um Bibliotheken tätig sind, haben sicherlich in den letzten Tagen das Raunen, das durch die Bibliothekswelt ging, mitbekommen.

Ich spreche von der Ankündigung des BIB (Berufsverband Information Bibliothek e.V.), die Seite bibliojobs (Redaktionell erstellte, tabellarische Darstellung aktueller Stellenangebote im Bibliotheksbereich. Die Angebote werden nach Ende der Bewerbungsfrist gelöscht. Vor drei Jahren hat der BIB den Dienst von einer Privatperson übernommen)  ab dem 16.7. nur noch für zahlende Mitglieder zugänglich zu machen. Das würde für mich 50€ zusätzliche Kosten im Jahr bedeuten. Viele wollten mir schon die Mitgliedschaft in dem Verein schmackhaft machen. Ich könne mich, wenn ich Probleme im Job hätte, an den BIB wenden, der helfe mir schon weiter. Ich kann Gremien anrufen oder selber in welchen mitwirken und es werden doch so viele Fortbildungen von den Landesgruppen angeboten… und viele neue Leute kann ich so auch kennenlernen.  Die vielen tollen Publikationen, auf die man Zugriff hat, nicht zu vergessen.

Nö.

Für Gremien oder Fortbildungen habe ich keine Zeit, ich habe ein Hobby, dass mich übers Jahr schon ganz schön auf Trab hält. Wenn ich im Job Probleme habe, geh ich zu meinen Vorgesetzten und bespreche das mit denen und wir finden gemeinsam eine Lösung. Leute habe ich auf anderen Wegen schon kennengelernt, wozu gibt es Facebook, Twitter und natürlich Blogs?! Und Ich schaffe es noch nicht einmal Zeitschriften zu Ende zu lesen, bei denen es nur so von Themen wimmelt, die mich interessieren. Wie soll es da erst mit welchen werden, die langweilig für mich sind?

Auch finde ich das Argument, dass man ja dann unterm Strich günstiger auf den Bibliothekartag kommt, recht wackelig. Denn es setzt voraus, dass ich jedes Jahr hingehe. Vielleicht hab ich aber nächstes Jahr gar keinen Bock? Dann hab ich 50€ in den Wind geschossen.

Meiner Meinung nach schießt sich der BIB gerade selbst einen Pfeil ins Knie. Klar wird es jetzt den ein oder anderen geben, der jetzt seine Beitrittserklärung fertig macht. Aber wahrscheinlich wird sich das mit den Austrittserklärungen die Waage halten. Ich hoffe nur, dass ein paar Leute mit Kontakten den BIB wirklich noch umstimmen können.

Hier ein paar Blogstimmen dazu:

Archivalia

Kribiblio

Netbib Weblog

Ultrá Biblioteka

 

Nachtrag:

Die diskutierenden Stimmen bei Infobib (danke an Edlef für den Hinweis) hab ich doch glatt übersehen.

Kommentar: Teilnehmerbefragung zum Bibliothekartag

Die Organisation des Bibliothekartages (BIB und VDB) hat die Bibliothekartagsteilnehmer um ein Feedback zur Tagung gebeten. Neben einem Wertesystem konnte man ganz am Ende, wie so oft üblich, einen kleinen eigenen Text verfassen, was man selbst noch an Verbesserungsvorschlägen hat.

Hier ist meiner:

Die Firmenvertreter sollten sich mehr um Kunden bemühen und auf sie zugehen. Nur weil ich aussehe wie ein Student, bin ich noch längst keiner. Und auch FaMIs können Entscheidungsgewalten in Bibliotheken haben oder zumindest Anschaffungsentscheidungen begünstigen. Ich fühle mich einfach generell als FaMI auf dem Bibliothekartag nicht angenommen. Schade, denn der Bibliotheksbranche fehlt dadurch auf solchen Tagungen der frische Wind. Es gibt zwar vereinzelt Vertreter der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts, aber die werden eher als Alien behandelt. Dadurch wirkt es, als ob die restlichen Teilnehmer, bitte verzeihen Sie mir die Ausdrucksweise, einen ziemlich großen Stock im Arsch haben. Ich habe viele KollegInnen, die gerne von mir lernen, so wie ich gerne von ihnen lerne. Aber aus den oben genannten Gründen besuchen sie solche Tagungen nicht, auch wenn sie studierte Bibliothekare der alten Schule sind.
Zudem sollten Sie ihre Preispolitik überdenken. Auch der höhere Dienst hat immer mehr Ab- und Ausgaben. Finanzieren Sie sich lieber über die Masse. Das macht die ganze Veranstaltung auch sympathischer und senkt den Altersdurchschnitt.
Im Moment verschrecken Sie vor Allem die „Jugend“ in der Branche und irgendwann verliert die ältere Generation dadurch den Anschluss. Die Welt dreht sich weiter, egal an welchen antiquierten Werten sie festhalten.