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Bibliothekstag 2012 in Hamburg – Tag 3

Bevor jemand fragt, ob ich heute beim Festabend war: Nein, ich war nicht da. Der gute Zwirn hätte dank Beamer und Laptop nicht mehr in den Koffer gepasst und irgendwo muss man ja Abstriche machen 😉 Aber mir wurde schon nahe gelegt, dass ich nächstes Jahr in Leipzig unbedingt mitkommen müsse, da dort die Location so toll sei. Als Ersatz zum Festabend war ich hübsch, gut und leider auch etwas teuer essen im Restaurant „Zum Alten Senator“ irgendwo bei St. Pauli. Es war sehr lustig mit den Leuten dort zu lästern und zu lachen. Vielen Dank 🙂

Im Rahmen des Programms des Bibliothekartages habe ich heute zu Beginn des Tages einen Außentermin in der Bücherhalle Barmbek gehabt. Dort ging es um Interkulturelle Bibliotheksarbeit in der Praxis. Was dort vorgestellt wurde war sehr interessant, lässt sich aber in wissenschaftlichen Bibliotheken eher schwer einfach so einsetzen. Dafür wird viel Arbeit von Nöten sein, um die Sachen auf WBs zu zu schneiden und um zu ändern. Unter anderem gab es ein Wimmelbild mit dazugehörigem selbstgebasteltem Puzzle, von dem auch Erwachsenen nur schwer ihre Finger lassen können und das Hamburgweite ehrenamtliche Projekt „Dialog in Deutsch„, bei dem Gesprächsgruppen organisiert werden, die sich gezielt an Erwachsene richten, die gerne mehr deutsch aktiv anwenden möchten. Ganz unten ein paar Eindrücke.

Da ich nach einem gutem, deutsch-türkischen Mittag mit einer Freundin, die in Berlin wohnt aber in Hamburg arbeitet, noch etwas Zeit bis zur nächsten Veranstaltung hatte, besuchte ich die Bibliothek des Asien-Afrika-Instituts, was auch meinem Chef geschuldet war, das er es mir ans Herz legte. Aus einem anderen Grund hatte ich bereits letzte Woche mit einer Bibliotheksmitarbeiterin und nun konnte ich ihr persönlich entgegentreten und mir ihre Bibliothek zeigen lassen. Das war sehr informativ und ich glaube, das wird in Zukunft noch ein wertvoller Kontakt. Ich hab auch meine Karte da gelassen 😉 Auch hierzu gibts unten noch Fotos.

Dann ging es zu einem sehr spannendem Block. Es ging um One Person Libraries. Vorher musste ich mich noch durch einen Vortrag über Crowdfunding und dessen Sinn und Nutzen für Bibliotheken kämpfen, aber dann gings ans Eingemachte: Ich hörte mir an, wie andere in der Branche mit Studenten und wissenschaftlichem Personal zurecht kamen. Leider stellte sich dabei heraus, dass sie für eine gute Zusammenarbeit Jahre gebraucht hätten. Dafür haben wir aber weder Geduld noch Zeit. Also müssen wir weiter durchhalten. Trotzdem fand ich die Praxis-Vorträge aus dem Saarland und aus Aachen sehr toll. Ich habe mir einen Wort-Kommentar dazu gespart, das wäre dann wahrscheinlich zu einem Einzelvortrag ausgeartet…

Den Abschluss sollte für mich heute ein Block zum Thema Bibliotheksysteme bilden (also ob die Frage nach ein- oder zweischichtig – was ist besser überhaut noch zeitgemäß ist). Es stellte sich heraus, dass der Block als Diskussionsrunde angedacht war und recht viele flüchteten dann, nachdem die Redner ihre Standpunkte erläutert hatten. Ich nehme mich da mal nicht raus. Ich ging zur Zukunftswerkstatt und lästerte via Twitter über die trockenene Podiumsdiskussion über Informationsinfrastrukturen, die gerade in deren Räumen stattfand. Im Anschluss durfte der mittlere Dienst dem höherem Dienst hinterherräumen. Also alles wie immer.

Und hier nun die versprochenen Bilder: