Berlin

Das ich nicht aus Berlin stamme dürfte den meisten meiner Leser bekannt sein. Ich bin vor nunmehr fast fünf Jahren hier her gezogen. Ursprünglich wollte ich gar nicht nach Berlin, sondern nach Hamburg. Aber der Arbeitsmarkt sah etwas anderes für mich vor. Zum Glück.

Es gibt Tage, an denen kann ich Berlin nicht leiden. Da kommt mir die Stadt so überfüllt und dreckig vor, dass ich am liebsten raus möchte, weit weg in andere Städte oder aufs Land.Ich bin dann richtig angewiedert von dieser Stadt.

Aber auf solche Tage folgen meistens welche, an denen ich die Annehmlichkeiten dieser Stadt nicht missen möchte und eben diese genannten Missstände interessant, ja sogar charmant finde.

Dann sage ich mir immer: „Das gibt es in [füge hier bitte Kleinstadt/Dorf deiner Wahl ein – in meinem Fall: Schwerin] nicht!“

Es gibt so vieles, was ich an Berlin toll finde. Mir fällt immer wieder etwas neues ein oder auf, egal in welcher Ecke der Stadt. Ich zähle euch mal ein bisschen was auf:

Läden, die Samstags länger als bis 18 Uhr und Sonntags generell geöffnet haben (eigentlich kann man hier an den richtigen Ecken rund um die Uhr einkaufen gehen, ich habe allerdings den Eindruck, die meisten machen ihren Wocheneinkauf absichtlich Sonntags); mein Footballteam; die U- und die S-Bahn; generell eine unglaubliche Mobilität durch öffentliche Verkehrsmittel (auch wenn diese hin und wieder umständlich und zeitaufwendig ist); die Möglichkeit, sich jeden Tag neu zu erfinden; unglaublich viele Möglichkeiten sich jeden Tag neu und anders zu gestalten; die Tatsache, dass jeder eine Chance bekommt, manchmal auch zwei oder drei; an jeder Ecke gibt es etwas neues zu entdecken, gerne laufe ich durch die Straßen und sehe mir die Schaufenster an oder setze mich in die Bahn und fahre stundenlang kreuz und quer durch die Stadt.

Es gibt noch so vieles mehr, was ich aufzählen könnte und auch selbst noch entdecken und erleben möchte. Leider kann ich mich nur schwer alleine dazu bewegen, da ich gerne das Erlebte mit jemandem teilen möchte. Aber einen „passenden“ Charakter für die Unternehmungen aus meinem Freundeskreis auszuwählen fällt mir unglaublich schwer. Vielleicht schaffe ich das ja in Zukunft oder finde vielleicht sogar jemand ganz neuen…

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  1. „Es gibt Tage, an denen kann ich Berlin nicht leiden.“ Ohja, das kommt mir sehr bekannt vor. Besonders wenn ich zulange woanders war bzw. zu lange nicht mehr woanders war geht es mir so. Aber das Aufzählen bzw. Vergleichen hilft dann wirklich sehr!! Und kreuz und quer fahren, irgendwo aussteigen, rumlaufen, woanders wieder einsteigen und irgendwann müde, aber randvoll mit neuen Eindrücken sein ist wirklich toll!

    Schon mal viel Spaß in Hamburg!

    • Das kommt wahrscheinlich dadurch, dass man Tag für Tag die selben Wege zurücklegt. Und selbst wenn man davon abweicht sucht man altbekannte Orte über bereits bekannte Wege auf. Deswegen steig ich auch oft nicht an meiner eigentlichen Haltestelle aus und laufe ein Stück nach Hause, auch über Umwege. So schaffe ich mir Abwechslung.

      🙂
      LG und vielen Dank

      • Und noch mal ein „Ohja“: aussteigen und zu Fuß nach Hause laufen oder direkt von der Arbeit aus, auch wenn es lange dauert!
        Gerne am Wasser lang oder durch Grünanlagen. (Mein Mittel der Wahl, um die dann doch mal auftretenden semi-schönen Arbeitstage hinter mir zu lassen).
        VG durch den Regen 😉

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