Freundschaftsspiel gegen Mülheim

Das wichtigste zuerst: Bei unserem ersten Spiel dieses Jahr am Samstag den 30.4. haben wir in Mülheim gegen die Mülheim Shamrocks mit 32:00 gewonnen.

Und nun die Story dazu:

Wir, das sind die Berlin Kobra Ladies, für die ich nun schon seit 2 1/2 Jahren spiele und den Wikipediaartikel aktuell halte. Näheres zur Teamhistory werde ich hier nun nicht  erläutern, man kann das alles ja nachlesen wenn man will. In diesem Team trage ich mit stolz die Rückennummer 66 und spiele vorrangig in der Offensive Line den rechten Guard. So viel dazu. Am Osterwochenende waren wir mit 24 Frauen, Trainern und Staff in Strausberg im Trainingslager und haben uns vier Tage lang auf unsere nächsten Gegner (30.4. Mülheim Shamrocks und 15.5. Munich Cowboy Ladies) vorbereitet. Die Zeit war hart, aber wir hatten auch viel Spaß und haben oft gelacht (einen Bericht gibts auch auf der HP). Anschließend hatten wir eine Woche um unsere Wunden zu lecken um dann am Freitag noch einmal zu einem lockeren Training zusammenzukommen.

Am Samstag den 30.4. ,  um 4.50 Uhr in der Früh war es dann so weit. Der gelbe Doppeldecker (verdammt, ich wollt doch noch ein Foto machen!) bog um die Kurve der Fritz-Wildung-Str. in Berlin-Wilmersdorf. Mein Herz fing an, etwas lauter als normal zu klopfen, was es an diesem Tag schonmal getan hatte, nämlich als ich meinen Bus verpasst hatte und 20 Min. auf den nächsten warten musste (aber solche Eventualitäten plane ich zum Glück grundsätzlich mit ein). Ich wusste nicht, ob es Freude war, pure Nervosität oder einfach Angst. Wirklich schlafen konnte ich während der sieben Stunden Fahrt auch nicht, aber ich merkte dass es anderen auch so ging. Ca. 2 Stunden vor unserer Ankunft am Spielort in Mülheim wurden dann die Ausdrucke mit den Spielzügen und Analysen hervorgekramt und man fragte sich gegenseitig ab. Das Auspacken der Ausrüstung verlief zügig, die Stürmung der örtlichen Toiletten lief gesittet ab und der Walk-Thru war auch fix durch. Nun hatte ich noch eine Stunde um meine Footballhose zu polstern, mich umzuziehen und die Sonnencreme aufzutragen. Ab zum Aufwärmen, nebenbei werden noch ein  paar Blicke zum Gegner riskiert und es wird schon Teamintern diskutiert, wer vom anderen Team sich warum wohl nicht auf der und der Position warmmacht. Das Spiel selbst lief für mich eher mäßig. Ich war zwar in der starting Offense, hab meinen Job dort aber nicht wirklich gut gemacht und wurde in der Halbzeit dann ganz vom Platz genommen. War mir recht. So konnte ich in Ruhe beobachten.

Nach dem Spiel hieß es erst mal telefonieren. Mit Muttern, wie immer. Ich rufe an, sie nimmt mit Panik in der Stimme ab, ich sage ihr, dass noch alles dran ist und das wir gewonnen haben, berichte ihr noch kleinere Nebensächlichkeiten und lege auf. Ein schickes kleines Gespräch von i. d. R. nicht mal  5 Minuten. Anschließend duschen, Umziehen, Sachen packen, Oonas und Marcels Kuchen futtern, Sachen in den Bus räumen, mit Spielerinnen aus dem gegnerischem und/oder anderen, zum zuschauen angereisten Teams  quatschen, zum Aufbruch drängeln, in den Bus steigen, Richtung Heimat aufbrechen, Stimmbänder kaputtjodeln, bei McD. zu Abendbrot essen, weiterfahren, hoffentlich eine angenehme Schlafposition finden (habe gerade erst das auf-dem-Gang-schlafen für mich entdeckt), rechtzeitig wach werden, Sachen im Bus zusammensuchen, aussteigen, wo man am Morgen eingestiegen ist, Sachen aus dem Bus räumen, Tasche und Ausrüstung suchen, Mitfahrgelegenheit ausfindig machen, die mich bestenfalls bis fast zu meiner Haustür fährt, da ich ansonsten wohl eine Stunde nach Hause brauche (und das mit Gepäck).

Zu meiner Freude lief alles ziemlich glatt, um zwei Uhr früh hat der Bus seinen Ausgangspunkt erreicht gehabt, um halb drei fiel ich in mein kuscheliges Bett, exakt 24 Stunden nachdem ich es verlassen hatte.

Der nächste Tag begann für mich übrigens erst um ca. 15 Uhr.

Gute Besserung wünsche ich der Mülheimerin Laura, die hoffentlich schnellstmöglich wieder Bällen hinterherlaufen kann.

Fotos vom Spiel hat der Jan, unser Teamfotograf gemacht, danke dafür.

Vielen Dank geht an Oona und Marcel für die leckeren Kuchen und an Nicole, die mir einen verdammt teuren Latte Macchiato ausgegeben hat und natürlich an Tina, die mich sicher und vor allem schnell nach Hause brachte, obwohl es für sie einen Umweg bedeutet hat.

Nachtrag: Der offizielle Spielbericht der Kobras ist auch schon online.

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